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Heike Marquardt schrieb am 27. April 2018
Leider mussten wir uns von unserer ganz besonderen Omi verabschieden. Wir hatten den Tod kommen sehen und sind in den letzten Tagen kaum von ihrem Bett gewichen. Wir haben ihr Zimmer mit schönen Blumen geschmückt, Omis Lieblingsmusik besorgt und streichelten sie so viel wie möglich. Wenn wir sagten, dass wir sie liebten und sie die wundervollste Omi auf der ganzen Welt sei, dann blitzten ihre Augen für einen kurzen Moment auf. Danach verfiel sie aber wieder in eine tiefe Traurigkeit.
Als Omis Herz aufhörte zu schlagen, wuschen wir sie und kleideten sie in ihre schönsten Festtagskleider. Zum Schluss schmückten wir sie mit Blütenblätter.
Bei Musik und Kerzenschein saßen wir dann noch lange an ihrem Bett.
Nur durch Zufall erfuhren wir, dass es Möglichkeiten gab, die Trauerfeier in einem ganz anderen Rahmen als üblich zu gestalten.Das machte uns neugerig, denn eins stand fest :So wie Oma lebte, so sollte sie auch verabschiedet werden:voll tiefer inniger Liebe.
Aus diesem Grund fiel die Entscheidung uns an das Bestattungshaus Ralf Hexamer zu wenden.
Und das war Gold wert.
Die Feierstunde wurde im Schloss Gelbensande in der Rostocker Heide gestaltet.
Der Festsaal wurde wunder schön geschmückt. Er spiegelte nicht die erdrückende Trauer wieder, sondern erstrahlte in königlich , feierlichem Glanz. Jeder nahm beim Betreten des Saals ein Licht entgegen und stellte dies in die Mitte auf einen speziellen Lichtertisch. Der Raum wurde erleuchtet,
und ein unbeschreiblicher Zauber aus Liebe und Wärmezog alle in seinen Bann. Die Worte die gesprochen wurden, sprachen uns aus dem Herzen und mit einer plattdeutschen Anekdote sowie einem selbst geschriebenen Gedicht gestalteten wir die Feierstunde aktiv mit. Für die musikalische Umrahmung wurden Omis Lieblingslieder auf dem Akkordeon gespielt.
Nachdem alle Worte gesagt waren, ließen wir vor dem Schloss eine weiße Taube fliegen und schickten rote Luftballonherzen hinterher. Unsere Blicke waren an den Himmel gefesselt, bis kein Ballon meht zu sehen war. Omi schwebte in Gedanken davon. Alle standen wir verzaubert da, und ich hörte so manchen sagen: So etwas Wunderbares habe ich noch nie erlebt. Was wir empfanden, ist schwer in Worten wiederzugeben. Es war nicht die Trauer sondern eine unbeschreibliche tiefe Liebe.
Omi hat ihre Ruhe im Ruheforst unter einem Baum gefunden, umgeben vom Rauschen der Blätter und Vogelgezwitscher.
Ich kann nur jedem empfehlen, einen ganz individuellen Weg für den Abschied zu wählen. Es hilft so sehr weiterzuleben.
Für diese unglaubliche Erfahrung danke ich dem Bestattungshaus Ralf Hexamer.
Heike Marquardt
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